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Laborprobe anlegen

Eine Laborprobe repräsentiert in ConCertainty die physische Probe, an der Messungen durchgeführt werden. Je nachdem ob für die Probe Zertifikatsdaten vorliegen, steht sie als Grundlage für unterschiedliche Berechnungsschritte bei der Messunsicherheitsbestimmung zur Verfügung.

Mehr zum Unterschied zwischen Proben mit und ohne Zertifikatsdaten finden Sie unter Laborproben: Rückführbare und nicht rückführbare Messwerte.

Bevor Sie eine Laborprobe anlegen, muss mindestens eine Matrix mit zugehörigen Materialien vorhanden sein.

Laborprobe anlegen

Öffnen Sie im linken Menü unter Stammdaten den Bereich Laborproben und wählen Sie Laborprobe erstellen.

Schritt 1: Grunddaten eingeben

Wählen Sie zunächst eine Matrix und anschließend das zugehörige Material aus den Auswahlfeldern. Das Materialfeld wird erst aktiv, nachdem eine Matrix gewählt wurde.

Optional können Sie eine Bezeichnung ergänzen – z. B. eine Chargenbezeichnung oder eine interne Probennummer. Name und Kennung der Laborprobe werden automatisch aus Matrix, Material und Bezeichnung generiert und können vor dem Speichern händisch angepasst werden.

Info

Nach dem Speichern ist die Kennung unveränderlich. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Kennungen.

Folgende weitere Felder stehen optional zur Verfügung:

  • Herkunft – z. B. Lieferant, externes Labor oder interne Quelle
  • Bemerkung – freies Textfeld für ergänzende Hinweise
  • Ablaufdatum – das Datum, ab dem die Probe nicht mehr verwendet werden soll

Schritt 2: Zertifikatsdaten hinterlegen (optional)

Liegt für die Probe ein Zertifikat mit dokumentierten Referenzwerten vor, können Sie diese im Bereich Zertifikatsdaten hinterlegen. Dieser Schritt ist optional – Proben ohne Zertifikatsdaten stehen als Grundlage für den Beitrag zur Reproduzierbarkeit zur Verfügung.

Klappen Sie den Bereich Zertifikatsdaten auf und wählen Sie zunächst den Standard k-Faktor für das gesamte Zertifikat.

Wählen Sie anschließend Parameter hinzufügen, um die zertifizierten Werte einzutragen. Für jeden Parameter geben Sie an:

  • den Parameter (Auswahl aus den vorhandenen Parametern; PSE-Elemente können über die Checkbox PSE-Elemente einschließen eingeblendet werden)
  • den zertifizierten Wert mit Einheit
  • die zugehörige Unsicherheit (in derselben Einheit wie der Wert)
  • optional einen abweichenden k-Faktor, sofern der parameterspezifische Wert vom zertifikatsweiten Standard abweicht

Wiederholen Sie diesen Schritt für alle relevanten Parameter des Zertifikats.

Info

Laborproben mit hinterlegten Zertifikatsdaten sind in der Übersichtsliste durch ein Gütezeichen-Symbol gekennzeichnet.

Schritt 3: Laborprobe speichern

Wählen Sie Erstellen, um die Laborprobe zu speichern. Sie erscheint anschließend in der Laborproben-Übersicht und steht für die Messdatenerfassung zur Verfügung.

Laborprobe bearbeiten

Eine bestehende Laborprobe können Sie über das Bearbeiten-Symbol in der Übersicht öffnen. Grunddaten wie Herkunft, Bemerkung und Ablaufdatum können nachträglich geändert werden. Die Kennung ist nach dem ersten Speichern unveränderlich.

Zertifikatsdaten können nachträglich ergänzt, geändert oder vollständig entfernt werden. Einzelne Parameter innerhalb der Zertifikatsdaten können ebenfalls gelöscht werden.

Info

Das Entfernen der Zertifikatsdaten hat keine Auswirkung auf bestehende Messreihen. Bereits erstellte Messunsicherheitsberichte bleiben auf Basis der zum Zeitpunkt ihrer Erstellung vorliegenden Daten gültig. Die Probe verliert jedoch ihre Rückführbarkeit – sie steht danach nur noch als Grundlage für den Beitrag zur Reproduzierbarkeit zur Verfügung.

Laborprobe deaktivieren

Über den Status-Schalter in der Übersicht können Sie eine Laborprobe auf Inaktiv setzen. Inaktive Laborproben stehen bei der Messdatenerfassung nicht mehr zur Auswahl.